
Erste Naturpark Kita im Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita zertifiziert
Melle. Die evangelische Paulus Kindertagesstätte in Melle ist Vorreiterin: Als erste Einrichtung im Landkreis Osnabrück wurde sie als Natur- und Geopark Kita zertifiziert. Im Rahmen einer kleinen Feier überreichte die stellvertretende Landrätin Christiane Rottman gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Natur- und Geoparks TERRA.vita Detlef Wilcke die Urkunde des Verbands Deutscher Naturparke (VDN) an Kitaleiterin Simone Bruns.
Neben den Kita-Gruppen waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Elternschaft, des Kita-Trägers und des TERRA.vita-Teams anwesend. Nach mehrmonatiger gemeinsamer Vorbereitung – insbesondere durch das große Engagement der Erzieherin Anne Siebart – und ersten gemeinsamen Aktionen, wie beispielsweise einem Elternabend und einem Workshop für die Mitarbeitenden der Kindertagesstätte, ist die Melleraner Einrichtung jetzt auch offiziell die erste Naturpark Kita in der Region.
Das Programm Naturpark Kita des Verbands Deutscher Naturparke (VDN) wird bundesweit in Naturparken umgesetzt. Ziel des Konzeptes ist es, Kindern den Naturpark als vielfältigen Lern- und Erlebnisort nahezubringen sowie Erfahrungen von Natur und Kultur im Umfeld der Kita zu ermöglichen. Langfristig soll dies zu einer stärkeren Identifikation mit der Region beitragen. Mit der Zertifizierung sind nun auch die Paulus Kita und TERRA.vita Teil dieses bundesweiten Netzwerkes. Als Natur- und UNESCO Geopark umfasst die Zusammenarbeit auch Themen rund um Geologie und Erdgeschichte. Im Rahmen der Wortmarke TERRA werden zukünftig alle Natur- und Geopark Kitas in der Region zu „TERRA.kitas“. Einige der Fragen, mit denen sich die Kinder eingehend befassen werden: Welcher Dino hat seine Spuren im ehemaligen Steinbruch in Bad Essen hinterlassen? Wie wird aus dem Weizen auf dem Feld das Brot für ein gesundes Kita-Frühstück? Und was passiert eigentlich mit der entwurzelten Eiche im Wald neben der Kindertagesstätte?
Leiterin Simone Bruns freute sich über die Zertifizierung: „Die Auszeichnung sorgt dafür, dass das Thema Nachhaltigkeit, was bei uns in der Einrichtung bereits an vielen Stellen sehr präsent ist, auch nach außen sichtbar wird.“ Mit einer großen Lupe nahmen die Gäste bei einem Rundgang durch die Einrichtung und über das Außengelände die vielfältigen Angebote der Kita in den Blick: Die Forschungsstation im Außenbereich, etwa ausgestattet mit Becherlupen, Entdeckerwesten und weiteren Utensilien lädt zum selbstständigen Entdecken des Kita-Geländes ein. Außerdem können Wildbienen in einer Nisthilfe mit Beobachtungsschublade bestaunt sowie eigenes Gemüse in den Kita-Hochbeten angebaut werden. Die Bibliothek der Einrichtung bietet eine Vielzahl an Kinderbüchern zu unterschiedlichen Nachhaltigkeitsthemen. Christiane Rottmann zeigte sich von dem großen Engagement der Mitarbeitenden in der Kita begeistert: „Ich bin gespannt über die künftigen Projekte, die die Kita starten wird. Sie sorgen dafür, dass die Kinder ihre Umwelt zu schätzen lernen“, sagte die stellvertretende Landrätin. Diesen Ball nahm Detlef Wilcke auf: „Man schützt nur was man liebt, und man liebt nur was man kennt! Deshalb ist der Ansatz bereits die Kleinsten in unserer Gesellschaft für Natur und die Region zu begeistern besonders wichtig und nachhaltig“, sagte der TERRA.vita-Geschäftsführer.
Am Ende der Veranstaltung gab es für die Kita-Kinder noch eine süße Überraschung: Für alle Gruppen hatten die Mitarbeitenden des Natur- und Geoparks regionale Lebkuchenherzen mit der Aufschrift „TERRA.kita“ dabei.
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