
"Akt der Erinnerung": Landrätin ehrt Mitglieder des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Osnabrück. Seit mehr als 100 Jahren kümmert sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge um die Pflege von Friedhöfen, auf denen Gefallene der beiden Weltkriege ruhen. Bei dieser Aufgabe wird er durch zahlreiche Gruppen und Verbände unterstützt – so auch durch den Reservistenverband der Bundeswehr. Mitglieder der Kreisgruppe Osnabrück haben in diesem Jahr zwei Einsätze im französischen Nampcel ausgeführt, wofür sie nun von Landrätin Anna Kebschull als Kreisvorsitzende des Volksbundes im Kreishaus Osnabrück empfangen und geehrt wurden.
Der Volksbund meldet seine Einsätze im Ausland an, die von der Bundeswehr genehmigt werden müssen. Dazu stellt die Bundeswehr Soldaten als Fahrer zur Verfügung, die vor Ort mitarbeiten. Die Kriegsgräberstätte in Nampcel liegt rund 20 Kilometer nordostwärts von Compiègne. Dort sind mehr als 12.500 deutsche Kriegstote – überwiegend aus dem Ersten Weltkrieg – bestattet. An den jeweils zweiwöchigen Einsätzen im Juni und im August beteiligten sich zehn Mitglieder der Osnabrücker Kreisgruppe. Dieter Bockelmann, Oberstabfeldwebel der Reserve, hatte die beiden Einsätze geleitet, an denen neben Reservisten der Osnabrücker Kreisgruppe auch Militärkraftfahrer eines Logistikbataillons aus Delmenhorst beteiligt waren.
Landrätin Kebschull ehrte die Teilnehmer mit Urkunden sowie Buchpräsenten und hob die Bedeutung des Engagements hervor: „Die Pflege der Kriegsgräber ist mehr als nur eine physische Aufgabe. Sie ist ein Akt der Erinnerung, der Trauer und der Würdigung. Jeder Stein, den Sie reinigen oder wieder herrichten erzählt die Geschichte eines Lebens, das zu früh endete. Ihre Arbeit trägt dazu bei, dass diese Geschichten nicht in Vergessenheit geraten und dass wir als Gesellschaft die Verantwortung übernehmen, für Frieden, Verständigung und Versöhnung zwischen den Völkern einzutreten.“
An der Veranstaltung nahmen auch Oberstleutnant außer Dienst Reiner Grygiel als Beauftragter für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in Niedersachsen sowie Bezirksgeschäftsführerin Saskia Glogowski (Bezirksverband Weser-Ems) und Kreisgeschäftsführerin Aleksandra Kryskow teil.
Während der Veranstaltung präsentierten die Teilnehmer der Einsätze umfangreiches Fotomaterial, um die Herausforderungen beim Herrichten der in die Jahre gekommenen Kriegsgräberstätte zu dokumentieren. Es wurden auch zahlreiche Fotos gezeigt, die den Zuschauern die freundschaftlichen Kontakte und den herzlichen Empfang der Osnabrücker Gruppe durch die Bürgermeisterin und Einwohner von Nampcel veranschaulichten und damit die Worte der Landrätin untermauerten.
Sie haben Fragen zu diesem Beitrag? Wir beantworten sie gerne hier: Frag den Landkreis
Dateien
-
FilePressetext - docx (59.21 KB)